Mittwoch, 17. Dezember 2014

Bulletproof Coffee – ein Selbstversuch



Durch Zufall stieß ich vor ein paar Wochen auf einen Artikel in der EatSmarter: „Bulletproof Coffee soll fit machen und beim Abnehmen helfen.“ Ich fand, das klang sehr interessant, zumal ich alle Zutaten eh zu Hause hatte. Gleichzeitig habe ich mich aber auch geekelt. Denn wie kann man sowas zum Frühstück runter bekommen? Und vor allen Dingen, dies soll alles sein? 

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein totaler Frühstücker bin. Unter der Woche gibt es Müsli, ein Glas O-Saft (Direktsaft) und eine Tasse Kaffee, manchmal noch ein Actimel. Am Wochenende gibt es dann lecker Brötchen mit Mutti-lade oder Honig. Ihr seht, süß muss sein, daher kommt in meinen Kaffee auch Zucker.

Das sollte sich nun aber ändern mit dem Bulletproof Coffee:

Ich koche sehr gerne asiatisch und hatte mir daher vor einiger Zeit schon mal Kokosöl gekauft zum Braten. Es ist sehr lecker, mit einer Kokosnote natürlich. Im Gegensatz zu anderen Ölen ist es jedoch nicht flüssig, sondern unter 25 Grad fest. Butter habe ich auch immer im Kühlschrank. Ungesalzen, na klar. Und Kaffee ist sowieso immer da. Ich liebe ja meine Senseo Duo Latte heiß und innig. Bisher trank ich jeden Morgen einen Latte. Aber auch die war mir nun nicht mehr vergönnt.
Am ersten Morgen meines Selbstversuches brühte ich mir also mit meiner Senseo eine ganz normale Tasse Kaffee. Dann fügte ich einen halben Teelöffel Butter und einen halben Teelöffel Kokosöl hinzu. Ich habe gelesen, dass manche nach dem Genuss des Kaffees Magengrummeln bekamen und man daher langsam anfangen sollte. Dann das ganze kurz mit dem Mixer zu einer cremigen, schaumigen Angelegenheit schäumen. Das Auge trinkt ja schließlich mit.
Da ich mir nicht sicher war, ob ich das Gesöff runter bekomme und ob es mich vor allen Dingen sättigt, habe ich dazu wie gewohnt mein Müsli gegessen und O-Saft getrunken. Der erste Schluck: Es roch nach Kokos, schmeckte sehr bitter – klar ungesüßter und ungemilchter Kaffee eben – und hinterließ einen Fettfilm auf meinen Lippen. Aber, es schmeckte nicht so schlimm wie befürchtet!
Die ersten Tage frühstückte ich dazu, wie gesagt, ganz normal. Ich vertrug den Kaffee super. Keine Übelkeit, kein Magengrummeln nichts. Lediglich das obligatorische Hungergefühl zur Mittagszeit blieb aus. Ich war einfach immer noch total satt vom Frühstück. Da es bei uns auf Arbeit ja aber feste Riten gibt, ging ich natürlich trotzdem mit Essen und zwängte mir mein Mittag hinter. Abends wieder das gleiche. Normalerweise bekomme ich spätestens 18 Uhr Abendbrot Hunger, aber auch der blieb aus.

Der Kaffee scheint also wirklich sättigend zu sein. Daher beschloss ich den Versuch zu wagen, mein Frühstück durch den Bulletproof Coffee zu ersetzen. Ja, es ist komisch, morgens nichts zu essen. Aber, es spart auch unglaublich viel Zeit. Ich frühstücke auch unter der Woche oft Minuten, den Kaffee spüle ich nun nebenbei im Stehen runter. Für mich am Beeindruckendsten ist jedoch, dass es mir wirklich ausreichte. Auf dem Weg zur Arbeit hatte ich noch Hunger. Dort angekommen, setzte langsam die Sättigung ein. Und auch sonst hatte ich zu den anderen Malzeiten nicht mehr so viel Hunger. Ich mache das Experiment nun seit 2 Wochen und habe sogar 2 Kilo abgenommen. Und das, obwohl der Kaffee selbst eine ganz schöne Kalorienbombe ist. Aber da ich weniger Hunger habe, habe ich wahrscheinlich auch weniger gegessen.

Wer es also mal probieren möchte: Nur Mut! Es schmeckt gar nicht so eklig. Einen Versuch ist es wert. Trotzdem muss ich auch sagen, dass mir mein Frühstück fehlt. Unter der Woche kann ich durchaus darauf verzichten. Am Wochenende möchte ich aber schon gerne meine Brötchen und ab und an ein Croissant zwischen die Zähne bekommen.

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